Historische Wahl in Baden: Der Bündner Roland Farrér wurde am vergangenen Samstag, 21. Juni 2025, einstimmig zum neuen Präsidenten des Schweizerischen Feuerwehrverbands (SFV) gewählt. Die Delegiertenversammlung fand in der Trafo Halle in Baden, Kanton Aargau, statt.
Roland Farrér tritt die Nachfolge von Laurent Wehrli an, der nach 21 Jahren an der Verbandsspitze zurücktrat. Mit dieser Wahl erreicht der Mann aus Stierva das höchste Feuerwehramt der Schweiz und setzt seine beeindruckende Laufbahn im Feuerwehrwesen fort.
Bereits seit 2020 war Farrér als Vizepräsident des Schweizerischen Feuerwehrverbands tätig und hatte sich in dieser Funktion als kompetenter und engagierter Vertreter der Schweizer Feuerwehrangehörigen erwiesen. Seine Wahl zum Präsidenten erfolgte einstimmig, was die grosse Wertschätzung und das Vertrauen der Delegierten in seine Führungsqualitäten unterstreicht. Mit dieser historischen Wahl wird Roland Farrér der erste Bündner Präsident in der 157-jährigen Geschichte des Schweizerischen Feuerwehrverbands.
Roland Farrér ist ein leidenschaftlicher Feuerwehrmann durch und durch. Der gelernte Landwirt aus Stierva begann seine Feuerwehrlaufbahn bereits 1987 mit dem Eintritt in die örtliche Feuerwehr. Über die Jahre durchlief er alle Stufen der Feuerwehrhierarchie: vom Gruppenführer zum Offizier, vom Vizekommandanten zum Kommandanten der Feuerwehr Albula. Seine fachliche Expertise vertiefte er 2005 mit der Ausbildung zum Schweizerischen Feuerwehrinstruktor.
Seit 2012 steht Farrér als Präsident an der Spitze des Bündner Feuerwehrverbands (BFV). In dieser Funktion hat er massgeblich zur Modernisierung und Weiterentwicklung des Bündner Feuerwehrwesens beigetragen. Unter seiner Führung wurde die „Strategie Bündner Feuerwehren 2025“ entwickelt, die neue Einsatzformen und die Digitalisierung des Feuerwehrwesens vorantreibt. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement für die Nachwuchsförderung, exemplarisch das erfolgreiche Projekt eines Kindermalbuchs zur Brandschutzerziehung, bei dem er massgeblich mitgewirkt hat.
Auch auf nationaler Ebene brachte sich Farrér ein. 2019 wurde er erstmals in den Zentralvorstand des Schweizerischen Feuerwehrverbands gewählt – als erster Bündner seit Martin Kohler (1965-1975). Ein Jahr später folgte seine Wahl zum Vizepräsidenten, womit er als erster Bündner überhaupt das zweithöchste Feuerwehramt der Schweiz bekleidete. Nun schreibt er erneut Geschichte als erster Präsident aus Graubünden in der langen Tradition des 1868 gegründeten Verbands.
Als neuer Präsident des Schweizerischen Feuerwehrverbands wird Roland Farrér die Interessen von rund 81’000 Feuerwehrangehörigen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein vertreten. In einer Zeit grosser Herausforderungen – von den Auswirkungen des Klimawandels bis hin zur Digitalisierung der Einsatzmittel – bringt er die nötige Erfahrung und Weitsicht mit, um das Schweizer Feuerwehrwesen zukunftsfit zu gestalten.
Die Wahl von Roland Farrér markiert auch eine stärkere Vertretung der Ostschweiz in der Verbandsspitze. Trotz seiner neuen Aufgaben als SFV-Präsident wird Farrér seinem Heimatkanton treu bleiben und weiterhin als Präsident des Bündner Feuerwehrverbands amtieren. Diese Doppelfunktion ermöglicht es ihm, die Anliegen der Bergkantone direkt in die nationale Verbandsarbeit einzubringen.
Mit seiner Wahl zum Präsidenten des Schweizerischen Feuerwehrverbands krönt Roland Farrér eine aussergewöhnliche Feuerwehrlaufbahn. Sein Werdegang vom einfachen Feuerwehrmann zum obersten Feuerwehrvertreter der Schweiz ist ein eindrucksvolles Beispiel für Engagement, Kompetenz und Führungsstärke im Dienste der Sicherheit unserer Gesellschaft.